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über Artemia

Am häufigsten werden zur Zucht Zysten aus Amerika wie Artemia franciscana benutzt. Oftmals wird von Artemia salina gesprochen dies ist aber nicht richtig, da Artemia salina in ihrem natürlichen Lebensraum (England) ausgestorbenen sind. 1758 wurden Artemia salina von Karl Linnee klassifiziert und somit tragen alle europäischen Exemplare den Namen Artemia salina. Die Zysten von den Balearen sind nur selten im Handel erhältlich. Artemia sind mit den Dinosauriern gleichaltrig, sie bewohnt die Erde schon seit etwa Hundert Millionen Jahren. Aus dem Jahre 1755 stammt die erste und älteste wissenschaftliche Beschreibung von Artemia. Die Wissenschaftler Kuehnen, Schlosser und Becking haben damals mit ihren bescheidenen Mitteln die Anzahl der Beinchenpaare der Krebschen richtig mit 11 angegeben.

Es kann passieren das bei einem neuen Ansatz nur Weibchen geboren werden. Dies ist aber kein Problem, denn Artemien pflanzen sich auch durch Parthenogenese (Jungfernzeugung) fort. Bei dieser Art der Fortpflanzungsart gehen die Nachkommen aus unbefruchteten Eizellen hervor.


Artemiaarten und Herkunft

Artemia salina (England, Italien, Spanien, Ägypten, Libyen) können eine enorme Größe bis zu 3,5 cm erreichen und sie sind intensiv rot gefärbt. Die Population besteht aus Weibchen und Männchen. Artemia salina ist eine Art die sich sehr gut in einer Freilandkultur vermehren lässt. Da sie unser Klima gewohnt sind, kann man sie auch bei kälteren Temperaturen gut draussen pflegen.

• Artemia cf salina (Kasachstan) unterschiedet sich nur sehr geringfügig von der A.salina. Diese Tiere erreichen eine Größe bis zu 3 cm und sind nicht so intensiv rot ausgefärbt wie die echten A.salina. Diese Krebschen sind aufgrund Ihrer Herkunft kältere Temperaturen gewöhnt, daher eigenen sie sich sehr gut für eine Freilandkultur (auch bei kälteren Temperaturen).

-Artemia franciscana (Amerika) leben an der Westküste Amerikas in den großen Salzseen. Sie kommen dort so zahlreich vor, das jedes Jahr mehrere Tonnen ihrer Zysten "geerntet" werden können, diese Zysten werden am häufigsten für die Fischzucht verwendet. Diese Tiere erreichen eine maximale Größe von circa 2 cm.

- Artemia parthenogenetica (Europa, Afrika, Asien, Australien) - Bei uns im Handel bekommt man Zysten aus China. Diese Art kommt dort häufig vor und wird dort auch für die Zierfischzucht vermehrt. Mit 1,5 cm sind diese Artemien eine der kleineren Arten. Diese Art ist sehr hell Weibchen (rosa) Männchen (grün). Wenn das Wasser kälter ist, werden die Artemia parthenogenetica fast weiss. Artemia parthenogenetica kann sich ungeschlechtlich fortpflanzen, ist aber dann nur lebendgebährend. Diese Artemiaspezies besteht überwiegend aus Weibchen, Männchen kommen relativ selten vor (nur etwa jedes zehnte Tier ist männlich). Die Zysten der Tiere entstehen ausschließlich bei geschlechtlicher Fortpflanzung.


- Artemia persimilis (Argentinien)
- Artemia urmiana (Iran)
- Artemia spec. (Weltweit außer Afrika)
- Artemia gracilis (Nord- und Südamerika)

Dose geöffnet und nun?

Damit die Zysten länger über eine hohe Schlupfquote verfügen sollten Sie diese im Kühlschrank lagern. Wenn Sie eine größere Menge haben, können Sie die Zysten auch in kleineren Portionen einfrieren.

Tipps und Tricks

Es empfiehlt sich die Zysten vor dem Ansetzen 1 Stunde in Süsswasser ziehen zu lassen. Dies hat den Vorteil das die Eier nicht an der Wasseroberfläche treiben und somit bessere Schlupfergebnisse erzielt werden können. Für den Schlupf gibt es spezielle Brutgefässe zu kaufen, Sie können sich Ihr Brutgerät aber auch selbst bauen.

 

Wenn die Artemien nach 18-24 Stunden geschlüpft sind stellen Sie die Luftzufuhr ab, die Artemien schwimmen dann zum Licht. Wir handhaben es so, dass wir einen Karton über den oberen Flaschenbereich stellen, so das sich die Nauplien (so nennt man die frisch geschlüpften Salinenkrebse) unten sammeln.

Durch die Schwimmbewegung werden die leeren Eihüllen von den Nauplien nach oben transportiert. Danach werden die Nauplien durch ein 200 und 150 Mikron Sieb ausgefiltert und mit klarem Wasser ausgespült. Nun können Sie die Nauplien verfüttern oder in sauberem Salzwasser unter Belüftung lagern und groß ziehen. Wenn Sie die Nauplien länger klein haben möchten, dann können Sie diese in den Kühlschrank stellen. Artemien Nauplien können die ersten Stunden (eigentlich 12 Stunden, jedoch ist dies auch Temperatur und Artabhängig) keine Nahrung zu sich nehmen (dies kann sich durch die sogenannte "Kühlschrankmethode" verzögern). In dieser Zeit ernähren sie sich von Ihrem Dottersack, auch Nährwert der Artemia ist hier noch am höchsten. Unter normalen Voraussetzungen häuten sich die Nauplien das erste mal nach 12 Stunden, für die Larvenaufzucht ist es sinnvoll die Nauplien dann dementsprechend anzureichern.

Artemia ist was es frisst

Artemien sind ansich sehr genügsame Tiere! Dennoch gibt es bei der Fütterung gravierende Unterschiede, man muss sich vor Augen halten das Artemien nach der ersten Häutung Ihren eigentlichen Nährwert verlieren möchte man die Artemien als Fischfutter verwenden ist es unabkömmlich das man sie gut und ausreichend ernährt, damit sie den Fischen eine gute Nahrung sind. Man sollte Artemia in diesem Fall als eine Hülle sehen denn es ist entscheident was in ihnen steckt! Das heisst sie können nur das weiter geben was sie aufnehmen.

Auf diesen Bildern sieht man Artemia aus einer vernachlässigten Freilandkultur, die zwar gesund sind (keinen langen Kotfaden haben) sich aber nur von Bakterien oder Abfallprodukten ernähren. Für die Fischernährung sind diese Tiere nicht sonderlich geeignet!

 

Diese Artemien sehen doch wunderbar rot und gesund aus......oder?? Falsch gedacht! Diese Artemien sind so rot weil sie entweder zu wenig Sauerstoff bekommen oder das Wasser eine zu hohe Salzdichte hat. Wenn der Darm ungleichmässig gefüllt ist, werden sie häufig mit minderwertigen Algen (Präparaten) oder zu einseitig mit Spirulina ernährt.

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So sollten Artemien aussehen die für Ihre Fische eine gesunde Nahrungsgrundlage bieten! Der Darm ist gleichmässig gefüllt und sie ziehen beim Koten keine Fäden. Diese Artemien wurden mit einer Mischung aus unterschiedlichen Algen ernährt.

 

Für die marine Fischzucht sind in erster Linie frisch geschlüpfte Nauplien notwendig sie bringen von Natur aus viele Fettsäuren und Enzyme mit, natürlich gibt es auch hier Qualitätsunterschiede. Artemien mit einer geringeren Schlupfrate sind im allgemeinen günstiger. Achten Sie beim Kauf immer darauf, dass die Zysten nicht überlagert sind. Bei Pterapogon kauderni kommt es häufig zu Missbildungen am Unterkiefer wenn die Artemien keine gute Qualität aufweisen, daher greifen Sie am besten nie zu Dosen die eine Schlupfrate unter 90% haben. Daher bieten wir nur Artemien an, mit denen wir selbst züchten oder die wir in Freilandkulturen pflegen. Mit diesen Zysten haben wir die besten Ergebnisse erzielt und aus diesem Grund haben wie sie mit in das ReefStar Sortiment aufgenommen damit auch Sie beste Ergebnisse erzielen können!

 

(c) Bilder S. Heydenreich



 
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